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Motorradpflege und -wartung

Die meisten Zweiräder fristen hierzulande im Winter ein trauriges Dasein. Eingemottet in der heimischen Garage oder auf einem Stellplatz, harren sie ebenso sehnsüchtig wie ihre Eigentümer dem Start der neuen Saison. Entsprechend dankbar ist dein Bike, wenn du ihm auch in der kalten Jahreszeit ab und an ein wenig Aufmerksamkeit schenkst. Ein letzter Check-Up ist die ideale Gelegenheit, die verbleibende Wartezeit zu überbrücken und sich auf den bevorstehenden Frühling einzustimmen. Mit unseren Tipps für Wartung und Pflege garantierst du einen reibungslosen Saisonstart und erhöhst nebenbei die Langlebigkeit deiner Maschine.

Jedes Ding an seinem Ort   

Der Raum, in dem du dein Bike eingemottet und winterfest abgestellt hast, ist idealerweise trocken, gut belüftet und nicht zu warm. Das allein macht den Stellplatz aber noch nicht geeignet für Wartungs- und Reinigungsarbeiten, denn zum Schrauben benötigst du ausreichend Platz. Zudem solltest du manch aggressives Reinigungsmittel, welches bei der Pflege zum Einsatz kommt, in keinem Fall über längere Zeit einatmen. Suche dir für dein Vorhaben also zuallererst ein geeignetes Plätzchen. Die Motorradwäsche im Freien ist aus ökologischen Gründen in den allermeisten Fällen keine Option, da dabei Chemikalienrückstände ins Grundwasser gelangen können. Wer über kein an die öffentliche Kanalisation angeschlossenes Privatgrundstück verfügt, dem bleibt häufig nur eine gewerbliche Waschanlage.

Gut Werkzeug, gute Arbeit

Entscheidend für den Erfolg der eigenen Wartungsarbeiten, ist das passende Werkzeug, aber vor allem auch die nötigen Kenntnisse. Nur wenn du auch wirklich sicher bist, was du tust, solltest du überhaupt selbst Hand anlegen. Ansonsten überlässt du das Schrauben besser dem Fachmann. Zudem gibt es teils große Unterschiede zwischen den Modellen, was die artgerechte Haltung angeht. Deshalb solltest du, auch wenn es schwerfällt, zuallererst einen ausführlichen Blick in Bedienungsanleitung oder das Fahrerhandbuch werfen. Dort findest du detaillierte Wartungs- und Pflegehinweise, die du in jedem Fall beachten solltest.

Reinigung und Pflege

Genau wie beim Auto, so gibt es auch am Motorrad schwer zugängliche Stellen, die bei einer gründlichen Wäsche deine besondere Aufmerksamkeit erfordern. Hierzu zählen etwa die Vorderseite des Motors, die Unterseite der Auspuffanlage und der gerne übersehene Auspuffkrümmer. Auch Schalter und Armaturen sind anfällig für Schmutz und Verharzung durch Schmierstoffe. Benutze deshalb bei der Reinigung nach Möglichkeit ein nicht verharzendes Schmiermittel. Besonders kleine Stellen erreichst Du mit einer feinen Bürste, notfalls tut es auch eine Zahnbürste.

Lackierte oder chromierte Stellen und Teile kannst du mit entsprechenden Reinigungsmitteln und Polituren konservieren und in neuem Glanz erstrahlen lassen. Auch Kette und Ritzel solltest du von Grund auf reinigen, denn leider wirkt das ansonsten so effektive Kettenfett wie ein Magnet auf feinere Schmutzpartikel. Entferne auch die über das Jahr in der Verkleidung angehäuften Steinchen.

Wenn du an Bowdenzügen, Kupplungs- oder Bremshebeln Rost oder generelle Verschleißerscheinungen feststellst, empfiehlt sich der Austausch der betroffenen Teile.  

Wartung

Auch wer seine Maschine nach allen Regeln der Kunst winterfest eingelagert hat, sollte deren Zustand in regelmäßigen Abständen kontrollieren. Checke die Reifen und Bremsbeläge und vergewissere dich, dass nach wie vor genug Druck in den Reifen ist. Die ausgebaute Batterie will von Zeit zu Zeit geladen werden und wenn du schon dabei bist, checke auch den Füllstand von Bremsflüssigkeit und Kühlmittel.

Falls du während der Kontrolle Unregelmäßigkeiten feststellst oder dir generell die Beurteilung oder Handhabung nicht zutraust, überlässt du Check-Up und Wartungsarbeiten besser den Profis in der Werkstatt. Die haben im Winter in der Regel ohnehin nicht viel zu tun und freuen sich auf deinen Besuch!

Sofern du unsere Empfehlungen beachtest, riskierst du bei Saisonstart kein böses Erwachen und kannst dich sicher und vergnügt in den Sattel schwingen. Aber natürlich erst, nachdem du deine Maschine vor der Fahrt noch einmal einer eingehenden Prüfung unterzogen hast!

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